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Alles im grünen Bereich!

Regionale „Superfoods“

Wildes erstes Grün

Erstes wildes Grün im Februar 2016

Könnte es sein, dass es ursprünglich in jedem Land die passenden Nahrungsmittel für die dort lebenden Menschen und Tiere in der Natur gab? Klar, das muss so sein, sonst wären wir heute ja nicht mehr auf diesem Planeten.

Als Kind waren eine Banane, eine Orange, eine Mandarine etwas Besonderes für mich. Es gab frische Beeren, Gemüse, Salat und Kräuter vom eigenen Feld und aus dem Hausgarten, Früchte und Nüsse von den Bäumen. Auch die Teekräuter und -früchte wurden selbstgesammelt und getrocknet. Im Winter lagerten noch einige alte Apfelsorten auf Holzregalen im Keller. Dann gab es als Süßes getrocknete Birnenschnitze, Zwetschgen, Apfelringe oder in Weckgläsern eingemachtes Obst. Und da meine Mutter von den Fildern stammt, stand immer ein Fass mit eingestampftem Sauerkraut im Keller. Ein Gefrierschrank kam erst viel später.

Heute kommen Lebensmittel, die uns „mit Energie versorgen sollen“ aus aller Welt zu uns: Chia, Moringa, Quinoa, Kokosöl, Matcha, um nur einige davon zu nennen. Sind sie besser geeignet uns zu nähren als das, was es bei uns zu Lande gibt? Liegt es möglicherweise daran, dass die Natur, der Boden in den Ländern, aus welchen diese Lebensmittel zu uns kommen, noch „gesünder“ ist? Auf meinem Weg habe ich in den vergangenen Jahren immer mehr „Superfoods“ vor meiner Haustüre wieder schätzen gelernt. Allen voran die Brennnessel und den Löwenzahn, mit denen jede/r wieder beginnen kann. Die Brennnessel, eine meiner Lieblingspflanzen, hat im Vergleich zu einem Kopfsalat bis zu 20 mal mehr Kalzium, 8 mal mehr Eisen, 7 mal mehr Magnesium und 30 mal so viel Vitamin C. Und dies alles in einer passenden Kombination.

Hoch lebe die Brennnessel! Samen sammeln