blattundsatt

Alles im grünen Bereich!


Chlorophyll und Säuren

„Grassaft sollte nicht mit säurehaltigen Säften verdünnt werden, da die Säure das Chlorophyll zerstört.“ Angestossen von dieser Information aus dem Beiblatt zu den Grassieben von der Firma Eschenfelder bin ich neugierig geworden. http://www.eschenfelder.de  Ist das wirklich so? Und warum ist dann auf den Fotos zu grünen Säften auch oft ein Zitronenschnitz auf dem Foto zu sehen? Also ging ich auf „Spurensuche“, befragte Menschen: Zuerst meldete sich Monika Blanz von Eschenfelder. Das war ein super Telefonat, ein Teilen und Mehren, ein Tauschen von Wissen und Visionen, ein „Netze spinnen“. DANKE. Sie leitete mich weiter an Reiner O. Schmid, aus dessen Buch „Weizengrassaft – Medizin für ein neues Zeitalter“ sie diese  Information übernommen hatte. Von seinem Sohn, Dr. Markus Schmid, bekam ich den Hinweis, dass vielen Menschen die grasgrünen Säfte anfangs zu herb schmecken und deshalb ein kleines Stück Zitrone für den Geschmack beigefügt wird.

Die Antwort befriedigte meine Neugier nicht. Gut, dann schau ich mal genauer hin, was mit dem Grün geschieht, wenn ich ein Blatt in Zitronensaft lege. Hier das Ergebnis:

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Grüner Saft aus Möhrenkraut

Die gefiederten Blätter der Gartenmöhre, welche die meisten Menschen in den Kompost werfen oder den Hasen oder Hühnern geben, gibt´s auf dem Markt bei meinen Bioland-oder Demeterbauern umsonst. Ja, wer weiß denn schon, dass im Kraut, in den oberirdischen Teilen der Pflanze, ebenso wertvolle Nährstoffe enthalten sind. Und oft sogar noch mehr als in den „Früchten“. Wissen das die Tiere? Schau mal zu, was Hasen machen, wenn du ihnen Karotte und Karottengrün anbietest.

Diese Inhaltsstoffe sind in der uns vertrauten rohen Wurzel: Provitamin A (Carotin), Vitamin B1, B2 und C, Flavonoide und  ätherisches Öl. Wenn also in einem Samen bereits alles enthalten ist, was diese Pflanze „ausmacht“, dann müsste doch auch in den Blättern, im Blattgrün, das alles gespeichert sein, oder? Und gar noch mehr: Mit dem Sonnenlicht, das im oberirdischen Teil der Pflanze mitwirkt, ist im Karottengrün z.B. bis zu 6 mal so viel Kalzium wie in der orangenen Wurzel. Oha, Hasen, Meerschweinchen und Hühner aufgepasst: Ab jetzt wird das Grün geteilt!

Für Fortgeschrittene: Karottengrün mit Staudensellerie

Für Fortgeschrittene: Karottengrün mit Staudensellerie